Häufigste Führungsfehler, Mitarbeiterführung, Personalführung

ManagementFührung – Häufigste Führungsfehler, Mitarbeiterführung, Personalführung

Häufigste Führungsfehler

Das Wort Führungsfehler scheint ein Begriff zu sein, den die wenigsten Unternehmen im Bereich der Mitarbeiterführung bzw. Personalführung in Deutschland kennen. Dies lässt erkennen, dass die Selbstreflexion deutscher Führungskräfte, bei einer sehr hohen Rate an Burnout von Mitarbeiter, eher gering ist. Wir werden Ihnen in einer Kurzdarstellung die häufigsten Führungsfehler aufzeigen.

Durchaus kann natürlich sein, dass selbst die Führungskräfte keine Zeit haben, um sich überhaupt Gedanken zu machen, wie oder wie gut Sie ihre Mitarbeiter bzw ihr Personal führen. Wir werden Ihnen in einer Kurzdarstellung die häufigsten Führungsfehler bei der Mitarbeiterführung bzw. Personalführung aufzeigen. Insbesondere lernen Sie mehr zu:

  • Machtmissbrauch
  • Angst
  • Mobbing
  • Ignoranz
  • Informationsmissbrauch
  • Überforderung der Mitarbeiter
  • und falschem Mitarbeiterwechsel

Zurzeit haben Sie die Möglichkeit sich über diese häufigsten Führungsfehler Gedanken zu machen und diese mit Ihren eigenen Führungserfahrungen abzugleichen. Sollten Sie in der Zukunft erst zur Führungskraft werden haben Sie die Möglichkeit aus diesen Fehlern zu lernen und diese erst gar nicht zu begehen.

Machtmissbrauch der größte Führungsfehler

Mitarbeiter zwingen etwas zu tun, was sie eigentlich so nicht tun würden, nennt man Machtmissbrauch. Wenn die Mitarbeiter nicht parieren, diese mit Sanktionen oder mit Kündigungsdrohungen zu Handlungen zu bewegen. Dies geht auch mit dem Angebot von Vorteilen, Geld, neue Position usw.. Machtmissbrauch sorgt dafür, dass die Mitarbeiter Ihre Teamfähigkeit und Ihr Interesse an einer guten Arbeit verlieren. Es folgen oft psychisch bedingte Krankheiten, wie Depressionen und Burnout sowie die innere Kündigung. Mitarbeiter gehen nur noch wegen der Existenzsicherung zur Arbeit und begeben sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz.

Angstatmosphäre

Angst ist der schlechteste Berater. Die Angst macht oft aus dem Einzelnen einen von Existenzangst getriebenen Egoisten. Motivation und Leistung sinken rapide, vieles bleibt unerledigt. Durch Angst entsteht Mobbing, um durch die eventuelle Entlassung oder Krankmeldungen von Kollegen den eigenen Arbeitsplatz abzusichern. Die Mitarbeiter sind mutlos und über anpassungsfähig.

Mobbing als Führungsfehler

Mobbing schadet allen Beteiligten, ohne Ausnahme. Egal aus welcher Richtung Mobbing betrieben wird, von unten nach oben oder umgekehrt oder auf gleicher Ebene in jedweder Mitarbeiterebene. Mobbing kostet Zeit, Geld, Kraft, Nerven und hat einen großen negativen Einfluss auf das soziale Umfeld, privat und beruflich. Viele Mobbingopfer brauchen psychologische Hilfe, viele können Ihren Beruf nicht mehr ausüben, Ehen zerbrechen, die Opfer rutschen in Hartz 4 und verlieren Ihr soziales Leben.

Vor Mobbing die Augen verschließen

Vor Mobbing die Augen verschließen – Viele Kollegen denken, das ist doch nur Spaß. Die Betroffenen sollen sich nicht so anstellen. Im Ernstfall ducken sich viele feig weg und wissen von nichts, haben nichts bemerkt und heucheln Verständnis und Mitgefühl. Hauptsache ich bin nicht betroffen. Jetzt muss der Einzelne noch mehr auf seinen Rücken aufpassen seine immateriellen Kontakte im Unternehmen ausbauen, bloß nicht auffallen.

Wer glaubt, Mobbing hat keine Auswirkungen seelisch, moralisch und wirtschaftlich, ist von emotionaler Kompetenz weit entfernt. Vorgesetzte, die mit Mobbingtechniken arbeiten nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“, bekommen eine Retourkutsche mit dem Thema „Rache am Chef“.

Ignoranz bei Verbesserungen

Wie reagieren Mitarbeiter auf einen Chef, der alles besser weiß? Die Mitarbeiter halten ihr Wissen und ihre Erfahrung zurück mit dem Ergebnis, dass die Leistungsbereitschaft des Einzelnen sinkt, die Produktivität reduziert und der internen Innovationsfähigkeit die Grundlage entzieht. Es wird intern hinter dem Rücken des Chefs über ihn hergezogen „Was bildet der sich eigentlich ein, wer er ist?“, und verliert vielleicht dadurch sogar gute Mitarbeiter.

Informationsmissbrauch

Informationsmissbrauch – Informationen manipulieren, dem Mitarbeiter vorenthalten, unvollständig weitergeben, Infos falsch zuordnen, einen Mitarbeiter aus der Mailingliste entfernen. Den Mitarbeiter zu spät zum Meeting einladen, diesen auflaufen lassen vor den anderen Mitarbeitern, weil Sie unpünktlich sind. Sie bekommen ein Projekt, indem Sie viel Verantwortung haben und andere bekommen die notwendige Entscheidungskompetenz, alle projektrelevanten Infos laufen an Ihnen vorbei. Aber Sie sind schuld wenn etwas schief läuft. Spätestens jetzt sollten sie verstanden haben…

Führungsfehler Rationalisierung

Rationalisierung auf dem Rücken der Mitarbeiter, unentgeltliche Überstunden mit dem Druck der Kündigung, Ersatz für ausgeschiedene Mitarbeiter wird bewusst verzögert mit der Begründung, man finde keinen neuen passenden Ersatzmitarbeiter. Gestückelter Urlaub, gestückelte Schichteinsatzzeiten. Aufteilung eines Arbeitsplatzes auf mehrere Mitarbeiter mit fadenscheinigen Begründungen. Die Geschäftsführung redet sich heraus, dass das Budget nicht erreicht wird und man unbedingt sparen muss.

Verweigerung von Instandhaltungsmaßnahmen, Investitionen werden verzögert, dadurch Steigerung von Reparaturkosten, diese wiederum erfordern weiteres sparen, jetzt muss wieder beim Mitarbeiter gespart werden. Kleinlichster Umgang mit Arbeitsmaterial wie zum Beispiel Büromaterial, EDV Ersatzbeschaffung, Sicherheitsmaßnahmen etc.

Häufiger Mitarbeiterwechsel oder Personalwechsel

Häufiger Mitarbeiter- oder Personalwechsel zeigt einen schlechten Führungsstil, ständige Überarbeitung der Mitarbeiter und aufgestaute Überstunden und Urlaubstage, schlechtes Firmenimage bringt schlechtere Mitarbeiterqualität und weniger Mitarbeiter, Mitarbeiterlücken werden mit Zeitarbeiter geschlossen zu niedrigeren Löhnen als der der Festarbeiter. Das fördert den Abbau von der Betriebszugehörigkeit und die Kündigungsbereitschaft der Mitarbeiter, auch der Festangestellten. Die emotionale, soziale Führungskompetenz der dazu gehörenden Führungskräfte werden zwar bei Positionsausschreibungen als wichtig heraus gestellt, aber wo sollen die Führungskräfte das lernen. Legen sie überhaupt wert darauf?

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